Montag, 16. März 2015

Ich bin stolz auf meinen Körper

Das bin ich wirklich. Heute war der große Tag des ersten Ultraschall, und es hat schon ordentlich in meinem Bauch gezwickt. Den obersten Knopf mache ich schon gar nicht mehr zu, weil es so drückt. Allerdings drückte es nach dem US schon deutlich weniger: mein Körper reagiert wie erhofft auf die Medikamente und produziert in jedem Eierstock etwa 5 Eizellen mit einer Größe von 7-13 mm. Bei der Punktion ist eine Größe von 15 mm erwünscht. Die Gebärmutterschleimhaut ist 8mm dick, mindestens 7 mm sollte sie haben. Ich soll jetzt noch weiter spritzen, und Mittwoch ist dann der zweite Ultraschall. Punktion ist dann entweder Freitag oder Montag. Mein Gefühl hat mir schon seit dem ersten Gespräch Freitag gesagt, also wird es jetzt wohl so sein. Dann bekomme ich vielleicht nächsten Montag schon einen Zellklumpen zurück...und habe hoffentlich einige zum einfrieren. Bis heute war es alles noch so abstrakt, aber als ich die Einblässchen mit eigenen Augen sah und mit eigenen Ohren von der Ärztin hörte, dass alles super aussieht- da fing ich an zu begreifen. Es wächst in mir. Mein Körper bereitet sich auf neues Leben vor. Und dann finde ich es auch gar nicht komisch, dass sich mein Appetit geändert hat. Ich habe mehr Hunger, aber da ich ja entgegen meiner Körpers weiß, dass ich mich nicht auf zehn Kinder vorbereiten muss, versuche ich ihn auszutricksen. Die Hosen zwicken ja jetzt schon, ich habe keine Lust, in die Breite zu gehen. Also versuche ich es jetzt morgens mit einem herzhaften Gericht, gerne mit Proteinen oder Fetten. Gestern gab es Hirse mit Shitakipilzen und Avocado, heute Hirse mt Ei. Das war lecker und hat mich gut satt gemacht. 
Jetzt freue ich mich auf Mittwoch. Ich gehe gerne in die Klinik, die Atmosphäre ist sehr angenehm und die Ärztin sehr nett. Mittwoch treffe ich allerdings eine andere Ärztin. Ich finde es amüsant, wie es heute lief, mal ganz abgesehen von dem tollen Ergebnis. Ich saß also auf dem Stuhl mit dem Ultraschallgerät zwischen den Beinen, und die Ärztin fragte mich, ob ich ihr wohl helfen könnte beim dokumentieren. Klar, kein Problem. Ich kam also einen Block und einen Stift und schrieb die Maße der Eibläschen auf, während sie maß. Es war so herrlich unkompliziert! Ach, es wäre schön, wenn der restliche Weg zum Kind jetzt einfach mal unkompliziert laufen würde. Wir haben jetzt ja auch wirklich genug Hürden genommen. Ich muss zugeben, dass ich im Moment sehr zuversichtlich bin. Alles wird gut. Und wie Hanni sagt: ansonsten ist es noch nicht das Ende.

Kommentare:

  1. Ich drücke auf jeden Fall ganz fest die Daumen! Und es ist sehr wichtig, dass Du diese positive Grundeinstellung beibehältst! Alles Liebe

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