Freitag, 20. November 2015

37.Woche- Endspurt!

Die letzten Wochen vergingen dann doch schnell, jetzt war ich schon eine Woche zuhause. Selbst hier ging die Zeit schnell rum. Die ersten Tage kam der Nestbautrieb voll durch, aber seit gestern lass ich es wieder ruhiger angehen. Meine Hände streiken. Die Nächte sind der Horror- ich wache jede Stunde auf.Oft, weil mir die Hände weh tun oder unangenehm kribbeln, oder weil ich auf Toilette muss. Außerdem gibt es nur noch zwei Schlafpositionen: auf der rechten oder der linken Seite. Dann liege ich eingekeilt zwischen Kissen. Wenn ich nicht wegen der Hände oder der Blase wach werde, dann weil die Schulter weh tut. Also alle Kissen auf die andere Seite wuchten und eine gute Position finden. Aber versteht mich nicht falsch- ich will mich nicht beklagen, ansonsten ist alles gut. Ich bin immer noch erstaunlich beweglich, was ich meiner Arbeit mit den Kindern zuschreibe. Natürlich bewege ich mich schwerfälliger als sonst, aber ich hatte es mir schlimmer vorgestellt.

Seit ich zuhause bin, merke ich, dass meine Bindung zu unserem Kind intensiver wird. Ich spreche mehr mit der Kleinen. Ist ja sonst auch keine anderer da. Bis auf den Geburtsbrief ist alles vorbereitet. Ich wollte den Brief eigentlich diese Woche schreiben, aber da meine Hände wenig belastbar sind, habe ich beschlossen, dass ich den jetzt am Wochenende mit dem Kapitän zusammen verfasse. Das ist eh gut, dass weiß er auch, was Ich mir wünsche und welche Vorstellungen ich von unserem großen Moment habe. Bisher war es wohl eher ich, die sich mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Obwohl er natürlich auch einiges auf den beiden Infoveranstaltungen gehört hat. Aber das betraf die Allgemeinheit, und in dem Brief geht es ja um meine und unsere Wünsche. Durch die 15 Yogastunden fühle ich mich gut gewappnet und sehne mich danach, das alles selbst erleben zu dürfen. Außerdem können wir es kaum noch abwarten, dass die Kleine endlich das Licht der Welt erblickt. Tatsächlich kann sie jetzt ja jeden Tag kommen. Ab Montag ist sie voll entwickelt und fertig für das Leben. Neben ihren Tritten und Bewegungen spüre ich jetzt auch immer wieder, wie sie Schluckauf hat. Es pochert dann gleichmäßig tief im Bauch, wo ihr Kopf liegen sollte.

Mit der Geburt nähert sich auch das Ende dieses Bloges. Er war als Kinderwunschblog gedacht und hat mir in dieser Zeit treue Dienste geleistet. Dann wurde er zum Schwangerschaftsblog. Das Mitteilungsbedürfnis war da schon nicht mehr so groß. Aber ich finde, es geht beim Kinderwunsch nicht nur darum schwanger zu werden, sondern im besten Fall um die Erfüllung des Kinderwunsches. Also finde ich es auch richtig, den Blog so lange weiter zu führen. Die Erfüllung unseres größten Wunsches steht nun unmittelbar bevor. Ich werde also noch von der Geburt berichten, und dann diesen Blog abschließen. Es wird keinen Babyblog geben.

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