Samstag, 12. Juli 2014

"Entwarnung"

Ich hatte eigentlich schon heute morgen verstanden, dass ich nicht schwanger bin, sondern nur zu dämlich, den Test richtig zu lesen. Natürlich müssen beide Striche im Testfeld sein. Und trotzdem habe ich noch mal einen Test von clear Blue gemacht. Eindeutig nicht schwanger. Also auf in die nächste Runde und vor allem müssen die drei Kilo wieder weg. Im Moment sind wir bei meinen Eltern, hier gibt es überall Süßigkeiten, da ist es schwer zu widerstehen. Und zum Fussball haben wir Chips gekauft, da will ich auch nicht verzichten. Ich esse die so selten, und jetzt ist Urlaub. Es gibt Grenzen der Vernünftigkeit. Ein bißchen Hoffnung habe ich ja doch, dass wir noch nicht schwanger sind, weil meine Hormone verrückt spielen. Und dass es mit Hilfe von Tabletten dann im Herbst endlich losgeht. Ich wünsche es mir so sehr!

Verwirrt

Ja, das bin ich wirklich. Ich musste eben doch mal einen Test machen. Zwar habe ich am Mittwoch meine Mens bekommen, die war aber eher schwach, bzw. hatte eher Ähnlichkeit mit einer Schmierblutung. Die Krämpfe hielten sich dieses Mal auch in Grenzen. Was mich am meisten verwunderte, war aber mein Gewichtszugang von drei Kilo seitdem ich das letzte Mal auf der Waage stand (Weihnachten). An meiner TCM-Ernährung hatte ich auch weiterhin konsequent festgehalten. Gut, ich gebe zu, jeden Abend einen Sesamkracker (der zu 50% aus Zucker besteht) hätte sicher nicht die Zustimmung meiner TCM-Heilerin gefunden... Aber zum Ausgleich hatte ich ja auch mehr Bewegung, da ich seit Frühlingsbeginn mit dem Rad zur Arbeit gefahren bin (eine Strecke ca 8km). Da ich mein Gewicht also seit Ernährungsumstellung 2012 gut gehalten habe, war ich jetzt mehr als verwundert. Also habe ich den Test gemacht. Dieses Mal hatte ich den billigsten gekauft, weil ich eigentlich nur eine Absicherung wollte, dass ich NICHT schwanger bin, damit ich sorgenfrei ab und zu mal ein Glas Wein trinken kann. Welches ich gestern schon ohne Test getan habe.. Und nun zeigte der Test doch wirklich ZWEI Linien. Ich holte den Kapitän dazu. Ja, er sah auch zwei Linien. Er hätte es sich ein bißchen romantischer vorgestellt...Die eine war dicker und schwächer, aber es waren zwei Linien. Auch sah es so aus, als wäre die eine gar nicht im Testfeld. Aber es war nicht die schwarze Linie, die man nicht überschreiten sollte, wenn man das Ding in den Urin hält! Ihr merkt selbst- ich glaube es nicht. Ich muss nachher einen clearblue Test kaufen.

Montag, 7. Juli 2014

Zyklustag 35 oder 1 ?

Bis jetzt lässt die Mens auf sich warten. Wieder mal. Der letzte Zyklus hatte 34 Tage, die zwei davor 37. Also noch kein Grund zur freudigen Erwartung. Im Gegenteil: wahrscheinlich krieg ich sie heute, wenn ich zu Besuch bei meiner ehemaligen Kollegin bin. Das ist eigentlich das Schlimmste: ich kann ja dort schlecht nachts Duschen gehen, nach einer Wärmflasche verlangen und im Haus auf und ab gehen... Naja, nun will ich den Urlaub auch nicht mit solchen Gedanken anfangen. Ich verdränge das Gefühl der leichten Übelkeit so gut es geht und denke an was anderes. In einer Stunde geht der Flieger nach Deutschland. Heute werde ich das erste Mal nach 4 Jahren meine alte Arbeitsstelle wieder betreten. Lange hatte ich ein heimliches Grauen davor. In meiner Erinnerung liegt in den Gängen dort eine ziemlich bedrückende Stimmung, geprägt von ausgelaugten, unzufriedenen und streitsüchtigen Kollegen. Mein letzter Arbeitstag dort kommt mir nach wie vor wie ein Befreiungsschlag vor. War's ja auch. Ich bin sehr zufrieden mt meinem neuen Leben. Und offensichtlich habe ich jetzt genug Abstand, dass ich mich in die "Höhle des Löwens" reintrage um mit dem einen oder der anderen ein kleines Pläuschchen zu halten. Das Wochenende haben der Kapitän und ich bei unseren deutschen Freunden verbracht. Zuletzt hatten wir die beiden Ostern gesehen, danach waren sie monatelang in Deutschland. Die beiden haben im Januar Zwillinge bekommen. Ich muss nicht sagen, dass sie sofort schwanger geworden sind, als sie "es drauf ankommen ließen"... Das war letztes Jahr schon ein Schlag für mich. Ich hatte ihr schon ein Jahr vorher von unserem Kinderwunsch erzählt und dass wir es versuchen und das Schwangerwerden aber durch meine Erkrankung schwierig ist. Für die beiden war das lange kein Thema. Und bevor wir wussten, dass es ein Thema geworden war, waren sie auch schon schwanger. Und die ganze Schwangerschaft hat sie gelitten und geklagt. Das war nicht immer leicht für mich. Jetzt sind sie aber überglücklich mit den beiden Kleinen. Aber auf Dauer finde ich es ziemlich anstrengend, immer wieder drückt sie mir eins der Kinder in den Arm. Mir reicht es eigentlich, sie anzugucken und ab und zu zu helfen. Aber ich habe auch nichts dagegen, meinen Tee in Ruhe zu trinken. Es ist eben ein Unterschied, ob es man den Tee wegen des eigenen kalt werden lässt oder wegen eines fremdens. Und auf solche Kommentare von ihm wie "ihr wisst schon, dass ihr das Kondom weglassen müsst" kann ich auch verzichten. Ich weiß, dass es nicht böse gemeint ist, aber dämlich und fehl am Platz ist das trotzdem. Wir hatten den beiden erzählt, dass wir uns jetzt Hilfe suchen. Und gerade für den Kapitän ist das eine sensible Sache, weil es ja in erster Linie jetzt mal um die Überprüfung seiner Fruchtbarkeit geht. Scherze sind da einfach riskant. Aber es ist so schön, ihn mit den Kindern rumalbern zu sehen! Wir müssen einfach Eltern werden! Kann nicht einfach ein großes Midsommar- Wunder passiert sein?

Donnerstag, 3. Juli 2014

Es zwickt im Unterleib

Seit gestern fühlt es sich so an, als ob die Mens auf dem Weg ist. Es zwickt und zieht immer mal wieder. Ich merke es aber hauptsächlich, wenn ich zur Ruhe komme, also zu Hause. So hat es sich die letzten Monate immer angefühlt, bevor die Blutung mit Schmerzen einsetzte. Zyklustag 31 ist ja nun auch angemessen dafür. Dann kommt die wohl am Wochenende, wenn ich mich entspannen kann. Ich hoffe es, sofern man hier überhaupt von Hoffen sprechen kann. Am liebsten wäre es mir natürlich, sie würde die nächsten Monaten naturbedingt eine Pause machen...aber die Hoffnung darauf ist im Moment doch ziemlich gering. Ich habe irgendwie das dumme Gefühl, dass das Problem nicht nur auf meiner Seite besteht. Vielleicht habe ich aber auch einfach inzwischen zu viele IVF-Blogs gelesen? Ich bin jedenfalls froh, dass ich nur noch einen Arbeitstag vor mir habe und ich dann vier Wochen lang ohne Wecker leben darf. Heute morgen war ich sooooo müde. Ich hätte so gerne noch weitergeschlafen, obwohl ich morgens eigentlich sonst keine Probleme habe. Ich bin eher ein Frühaufsteher und dafür abends früh müde. Aber im Moment mit der abklingenden Erkältung sehne ich mich einfach nur nach Ruhe.

Dienstag, 1. Juli 2014

Einen Schritt weiter

Nachdem ich gestern Abend mit den Nerven am Ende war, können wir jetzt endlich mal einen kleinen Erfolg verbuchen: die Gynekologin überweist uns als Paar an eine Klinik zur Fertilitetsuntersuchung. Die schlechte Nachricht: der Sommer steht vor der Tür, das Ganze kann also dauern. Ich rechne nicht vor SEPTEMBER (!!!!!) mit einem Termin dort. Und bis zur Behandung dürfte dann ja nochmal Zeit vergehen. Aber immerhin geht jetzt die Überweisung raus. Die Klinik wird uns dann einen Termin schicken. Ich werde aber auf jeden Fall nächste Woche dort mal anrufen und fragen, ob unsere Unterlagen eingegangen sind und wann mit einem Termin zu rechnen ist. Ich lasse mich jetzt nicht weiter hinhalten. Das Gute an dieser Klnik ist, dass ich mir diese Klinik schon insgeheim zur Geburt ausgesucht habe. Die haben vor einem halben Jahr eine Geburtsstation aufgemacht, und die Presentation dazu hat mir gefallen. Ich deute das mal als gutes Omen. Um kurz auf gestern Abend zurückzukommen: wir wollten ja bei dieser Gynekologie-zentrale übers Internet einen Termin buchen. Wir haben geklickt und geklickt, aber nix- es gab keinen Button, der einen zur Terminbuchung weiterleitete. Da sind bei mir die Dämme gebrochen. Wochenlang habe ich Geduld und Verständnis für alle Verzögerungen in dieser Sache gehabt, aber jetzt war das Fass übergelaufen. Genau genommen spitzte sich die Lage heute Mittag auch noch zu. Der Kapitän hatte dort wieder angerufen, um zu sagen, dass er sich nun erneut erfolglos um einen Termin bemüht habe, da erhielt er folgende unqualifizierte Aussage: man müsse Schwede sein, damit die Untersuchung bezaht werden würde. So ein Blödsinn!! Aber verunsichert wird man ja doch. Aber nirgendwo fand ich diese Aussage bestätigt, so viel ich auch mt dem Telefon in der Mttagspause googelte. Nun, dort gegen wir also in keinem Fall hin. Müssen wir ja auch nicht. Eine weitere positive Entwicklung allerdings auf einem völlig anderen Gebiet ist, dass jetzt offensichtlich das Gerüst in unser neuen Heimat abgebaut wird und die Fassade zum Vorschein kommt. Es sieht großartig aus! Noch drei Monate, dann gehts endlich los.

Montag, 30. Juni 2014

Die Geduldsprobe geht weiter

Der Kapitän hat bei der Gynekologin heute nichts erreicht. Wir hatten besprochen, dass er der Sprechstundenhilfe erklärt, was die Hausärtzin gesagt hat und diese das dann an die Gynekologin weitergibt, die dann im besten Fall die Überweisung schickt oder im zweitbesten Fall die Hausärztin anruft. Ich muss nicht sagen, dass keine der beiden Alternativen eintrat. Der Kapitän soll morgen anrufen und dann selbst mit der Gynekologin sprechen. Grrrrrrr! Bei der Gynekolog-Zentrale muss man den Termin bis Internet buchen. Ist auch noch nicht passiert. Warte noch auf den Kapitän, der von einem langen Arbeitstag wohl in ca einer halbe Stunde eintreffen wird. Wir wollen das zusammen machen.

Samstag, 28. Juni 2014

Was für eine Woche!

Gelangweilt habe ich mich zumindest nicht. Zu der großen Trauer um meinen verstorbenen Pferdekameraden gesellten sich gestern noch das unglaubliche Glück, dass wir unsere Wohnung äußert schnell und sehr gewinnbringend verkauft haben. Alleine diese beiden Ereignisse hätten ja schon zu Gefühlsachterbahnfarten gereicht. Hinzu kommt aber noch eine große Genervtheit, dass wir mit der Fertilitätsuntersuchung so überhaupt nicht vorwärts kommen. Der Kapitän war am 26.6. ja endlich bei seiner Hausärztin um endlich die Überweisung zur Spermaprobe zu bekommen. Aber wie befürchtet gab es die nicht. Sie verweist zurück an meine Gynekogin (nach Rücksprache mit ihrer Kollegin aus der Ärztezentrale). Diese könne ja das Spermiogramm dann schließlich auch bewerten. Der Kapitän bekam dann gestern den dringenden Auftrag von meiner Seite, meine Gynekologin anzurufen, um an diese Überweisung zu kommen. Die Gynekologin hat eine halbe Stunde täglich Telefonsprechstunde. Dachte ich zumindest gestern noch. Der Kapitän konnte dann aber aufgrund eines Meetings in (natürlich) genau dieser Zeit nicht anrufen. Als ich dann abends die Ansage auf dem Anrufbeantworter der Gynekologin abhörte um sicherzugehen, dass die nicht eh schon im wochenlangen Sommerurlaub ist, stellte sch heraus, dass sie nur mittwochs und donnerstags die halbe Stunde Telefonsprechstunde hat. Ich werde wahnsinnig!!!!! Wird es wohl möglich sein, dass wir bis zum nächsten Termin bei ihr Mitte August ein verwertbares Spermiogramm vorliegen haben werden??? Der Kapitän hat sich mit seinem Anliegen außerdem noch an eine Kinderwunschklinik gewandt. Die Antwort: sie brauchen eine Überweisung. Grrrrr. Ich denke, dass wir uns am Montag einen Termin bei einer anderen Gynekologiezentrale holen werden, die sich laut Homepage um eine Fruchtbarkeitsuntersuchung von beiden Partnern kümmert. Auf der Homepage steht nichts von Sommerpause, allerdings heißt das sicher auch nicht, dass man auf einen zeitnahen Termin hoffen darf. Aber einen Versuch ist es Wert. Mir scheint, als müsste man in dieser Sache auf mehrere Pferde setzen, um eingermaßen in der Zeit ans Ziel zu kommen. Nächsten Monat werde ich 38. Das ist NICHT witzig. Nachdem gestern Abend der Kaufvertrag für unsere Wohnung unterschrieben war, überwiegte allerdings trotz allem anderen die Freude über das gute Geschäft, und wir haben den Vertrag bei einem schicken Essen in einem neu eröffneten Restaurant in der Nähe gefeiert. Das war aber auch zu toll. Die Wohnung unter uns ist am Mittwoch zum Höchstpreis in unsere Vereinigung verkauft worden. Dazu muss ich vielleicht erklären, wie das hier in Schweden läuft mit den Wohnungen. Es gibt eine zentrale Webseite auf der ca. 95% aller zu verkaufenden Wohnungen zu sehen sind. Es gibt dann öffentliche Besichtigungstermine, an denen die Makler die Wohnungen präsentieren und die Telefonnummern der Intressenten einsammeln. Am Tag danach bekommen diese dann einen Anruf vom Makler und können ein Gebot abgeben so sie denn weiterhin interessiert sind. Die Wohnung geht in die Versteigerung und der/die Höchstbietende bekommt den Zuschlag. Damit erwirbt man das Recht, in dieser Wohnung zu wohnen und wird Mitglied in der Wohnvereinigung, die sich aus allen anderen Bewohnern eines oder mehrerer Häuser zusammensetzt. Das heißt, es ist schon deine Wohnung und du bist auch verantwortlich für die Gestaltung dieser, aber im Unterschied zur Eigentumswohnung in Deutschland darf man nicht oder nur sehr begrenzt mit Zustimmung der Vereinigung diese vermieten. Man soll selbst dort wohnen. Um auf unsere Wohnung zurück zu kommen- die dazugehörige Vereinigung besteht aus über 200 Wohnungen und bisher ist noch keine zu einem so hohen Quadratmeterpreis verkauft worden wie die unserer Nachbarn unter uns. Wir haben den gleichen Makler, der dem Zweitbieter dann unsere Wohnung zu dem von ihm gebotenen Preis angeboten hat. Das war gestern Vormittag. Ich habe schön im Kindergarten gearbeitet und von allem nichts mitbekommen. Als ich dort um 16.00 raus bin, sah ich nur die SMS vom Kapitän: Besichtigung heute (also gestern) um 17.00 Uhr. Ich war mt dem Rad unterwegs, die Fahrt nach Hause dauert etwa 40 Minuten und das Telefon vom Kapitän war besetzt. Oh, war ich gestresst! Aber der Kapitän hatte alles im Griff: er war schon seit Mittags zu Hause (homeoffice nennt sich das) und hat die Wohnung präsentierfertig gemacht. Wir trafen uns dann in der Nähe und warteten auf den Anruf des Maklers, der in dieser Zeit den Kaufintressierten die Wohnung zeigte. Das waren lange 40 Minuten. Und dann der Anruf: wir sollen ins Büro kommen und die Papiere unterschreiben!!! Jippiii!! Drei Jahre in der Wohnung gewohnt und jetzt mit 45% Gewinn verkauft! Und das ganz ohne offizielle Besichtigung, mehr als drei Monate vor dem Umzug und vor Beginn des Sommerurlaubs. Wir sind reich. Zumindest finanziell. Wir wussten, dass der Wohnungsmarkt günstig für uns als Verkäufer ist- das Angebt ist minimal, die Nachfrage riesig. Aber, dass der Preis so in die Höhe schießen würde hatte niemand erwartet. Das Ergebnis unseres netten Abends ist, dass ich seit 2.30 Uhr wach bin, das Gefühl habe, im Hals hängt ein dicker Schleimkloß und die Stimme hat sich auch verabschiedet. Das Glas Wein war meiner festsitzenden Erkältung so gar nicht zuträglich. So ist das- da läßt man in meinem Alter ausnahmsweise mal alle viere grade sein und genießt das Glück des Augenblicks- und schon kommt ein paar Stunden später die Rechnung! Unter anderen Umständen hätte ich zudem auch aus einem anderen Grund keinen Alkolhol getrunken: nicht in der zweiten Phase des Zyklus. Das könnte ja eine mögliche Befruchtung oder Einnistung verhindern. Aber gestern habe ich diese Bedenken wie gesagt weggeschoben. Andere sind auch schwanger trotz Feierei geworden. Und bei einem Glas Wein kann man ja letztendlich kaum von exessivem Feiern sprechen. Fazit aus dieser Woche: ich weiß nicht, ob ich weinen, lachen oder vor Frust schreien soll.